Reportagen

Skiffkurs 2026 – Rückblick
Skiffkurs 2026 – Rückblick
Bei wirklich heißen Bedingungen durften wir – Inge als Kursleiterin, Kenneth als Schutzengel auf dem Schlauchboot, Anna Lea, Barbara und Patrick als Teilnehmende – den diesjährigen SkiffKurs bestreiten. Nach einer klaren Einführung durch Inge ging es am Samstagmorgen schon bald aufs Boot. Da wir als Teilnehmende schon ein wenig Erfahrung auf dem Wälleschlyffer hatten, war der Wechsel auf die Skiffs machbar. Mit viel Respekt wechselten wir auf die andere Flussseite über und starteten das Abenteuer mit Schlagaufbau und ersten Übungen. Immer dabei Kenneth auf dem Schlauchboot, der mit wachsamem Auge in der Nähe blieb. Die Teilnehmenden gewöhnten sich allmählich an den langsam stabiler werdenden Unterbau und ihre Bewegungen glichen nach und nach denen, die man auf einem Skiff erwarten durfte.
Oberhalb des Jachthafens, wo schon jetzt ein Boot (vermutlich ein Weidling?) anzeigt, dass der Rhein auch seine Opfer fordert, streckte selbiger seine Tentakel in Form von Tausendblatt, Kammförmigem Laichkraut und ähnlichen Pflanzen aus, packte ein Ruder und zog es einseitig nach unten. Als Anfänger war Patrick ein einfaches Opfer, kenterte und verlor dabei auch noch den Rollsitz. Letzterer ward dann auch nach intensiver Suche im Gewächs nicht mehr gefunden und musste als Gabe an den Rhein zurückgelassen werden. Kenneth war schon bald zur Stelle und barg den Unglücklichen aus dem Fluss. Das Boot im Schlepptau, fuhr der erfahrene Bootsführer mit Patrick zurück zur Anlegestelle.
In der Zwischenzeit führten die verbliebenen Teilnehmerinnen ihren Kurs fort und profitierten von den fachkundigen Anweisungen Inges. Nach sicherer Rückfahrt gab es für alle erst mal eine Stärkung in Form von Gipfeli, Koffein und mit viel Flüssigkeit. Max war zur Stelle und organisierte unkompliziert einen Ersatz für den verloren gegangenen Rollsitz. Julia hatte Max als fliegende Botin auf Ein:er schon vorab informiert. So konnte die zweite Ausfahrt am Vormittag ohne Unterbruch in Angriff genommen werden. Der allgemeine Ruderbetrieb, der noch am Morgen sehr intensiv war, nahm allmählich ab, was es für die Teilnehmenden einfacher machte, sich auf die Übungen zu konzentrieren. Generell darf aber gesagt werden, dass die anderen Rudernden viel Rücksicht auf uns genommen haben – auch jene des BRC – wofür wir uns bedanken möchten.
Die zunehmende Hitze war für alle eine Herausforderung, besonders auch für Kenneth, der glücklicherweise keinen ernsthaften Einsatz mehr hatte. Inge hatte weitere Übungen für uns in Form verschiedener Manöver wie Wenden, Rudern in entgegengesetzter Richtung und Anlegen am Steg. Ihre ruhigen und motivierenden Anweisungen waren ein Segen!
Wieder zurück im Clubraum assen wir gemeinsam zu Mittag und kühlten uns durch einen Sprung ins Wasser ab – dieses Mal freiwillig. Anschließend kam die dritte Ausfahrt des Tages mit weiteren Übungen. Besonders knifflig war das Bergen von Treibgut in Form Inges Trinkflasche. Damit war der erste Kurstag zu Ende. Waren zu Beginn der Ruderkarriere vielleicht die Hände Hauptfeld für eine anschließende Pflege, tat sich nun teilweise eine neue Problemzone auf: die Waden. Gepiesackt von den Enden der Rollschienen, lechzten sie nach besonderer Aufmerksamkeit.
Tags darauf, wieder um 7:30 Uhr, trafen wir uns zum zweiten Kurstag – ausgestattet mit Waden schützenden Vorrichtungen aller Art. Die erste Aufgabe bestand darin, beim BRC gegenüber anzulegen, auszusteigen und wieder abzulegen. Anschliessend zurück an unseren Steg, anlegen und ablegen. Das Ganze zwei Mal und möglichst ohne unfreiwilligen Wasserkontakt. Nach einer nachfolgenden Ausfahrt kehrten wir zur Pause zurück. Auch am zweiten Tag durften wir von der Großzügigkeit von Kenneth profitieren, der wieder feine Gipfeli mitbrachte. Für die zweite Ausfahrt am Vormittag sah Inge vor, einen Schlagzahlmesser zu verwenden. Wir sollten versuchen, einen möglichst regelmäßigen Rhythmus zu finden. Reihum erhielten wir den Messer und taten unser Bestes. Nach einer weiteren Ausfahrt kehrten wir zur Mittagspause zurück zum Clubhaus.
Auf und neben dem Wasser konnten die Teilnehmenden immer wieder von den fachkundigen Erklärungen und Tipps Inges profitieren. Dank ihr waren die Gesichter am Ende des Kurses, der mit dem gemeinsamen Mittagessen zu Ende ging, zwar müde aber auch voller Dankbarkeit.