Schweizer Meisterschaft 2011 - Gold für Fiechter
Am Wochenende vom 2./3. Juli 2011 fanden auf dem Rotsee bei Luzern wie jedes Jahr die Schweizer Meisterschaften im Rudern statt. Unsere Ruderin Nora Fiechter verteidigte ihren Meistertitel im Einer Elite der Frauen. Unser Frauendoppelvierer Fiechter/ Thalmann/ Zöllig/ Hofmann belegte nach einem unglücklichen Krebs im Endspurt Rang vier im Final.
Blauweissler am Start
Am vergangenen Wochenende standen Moritz Thommen (M1x), Sebastian Wanner und Tom Barylow (M2-), Seraina Rodewald, Sabrina Lehmann, Mirjam Meier und Lisa Gautschi (JW4x), Seraina Rodewald und Sabrina Lehmann (JW2x), Tilman Rodewald (JBM1x), Nora Fiechter, Karin Thalmann, Nathalie Zöllig und Sara Hofmann (W4x) und Nora Fiechter (W1x) im Einsatz.
Vorläufe vom Samstag
Für die Mannschaften mit Vorlauf am Samstag (Moritz, Seb und Tom, Tilman, Seraina und Sabrina, sowie Mirjam, Lisa, Seraina und Sabrina) ging es in einem ersten Schritt darum, sich für die Finalläufe von Sonntag zu qualifizieren. Mit engagierten Rennen schafften dies Seraina und Sabrina im 2x (A-Final), Tilmann im 1x (B-Final), sowie Tom und Sebastian im 2- (A-Final). Dass sich alle drei Boote für den Finaltag qualifizieren konnten war sehr erfreulich.
Bei Moritz im Einer wussten wir, dass eine Finalqualifikation aufgrund der Gegner eher unwahrscheinlich war. Deshalb konzentrierten wir uns darauf, in der ersten Streckenhälfte möglichst lange an den Vorderen dabei zu bleiben und im Mittelfeld das Rennen mitzugestalten. Dies ist Moritz gut gelungen und darf positiv verbucht werden. Auf der zweiten Streckenhälfte musste er dann aber seinem bisherigen Einsatz Tribut zahlen und belegte den Vorlauf auf dem 6. Rang. Moritz darf aber mit dem Rennen sehr zufrieden sein. Leider wurde das B-Finale - obwohl 12 Boote am Start - nicht ausgetragen. Moritz wäre ihn sehr gerne gerudert.
Der Mädchendoppelvierer mit Seraina, Sabrina, Mirjam und Lisa hat in dem sieben Boote zählenden Vorlauf sicherlich das beste Rennen der Saison bestritten. Auf den immer wieder wechselnden Positionen fünf bis sieben rudernd, war es am Ende unser Boot, welches knapp den Finaleinzug nicht geschafft hat. Auch wenn es nicht für den Finaleinzug gerreicht hat, so hat sich die Mannschaft während der Saision bis zur SM deutlich zu steigern vermocht.
Finalrennen vom Sonntag
Im A-Final konnten Seraina und Sabrina nicht ganz an die Leistung des Vortages anknüpfen. Etwas unglücklich gestartet, gerieten die beiden von Beginn des Rennens ins Hinterfeld. Obwohl sie den Abstand zum fünftplatzierten Chamer Boot zwischenzeitlich wieder etwas schliessen konnten, vermochten sie diese nicht mehr wirklich unter Druck zu setzen. Sie beendeten das Rennen auf Rang sechs im A-Finale. Dass die beiden in ihrem ersten U-19 Jahr den Einzug ins Final schafften, darf sie und uns aber freuen und ist eine tolle Leistung.
Ebenfalls sehr zufrieden darf Tilman sein. Bei 21 gemeldeten Booten, war schon der Einzug ins B-Finale der U-17 Ruderer eine gute Leistung. Das Tilman dann noch in einem spannenden Rennen Rang vier - 34/100 vor dem fünftplatzierten - erruderte, zeigte, dass er das B-Finale nicht mit Glück, sondern mit einer Portion kompetitiven Willen und gutem Rudern erreicht hatte. Tilman wird auch nächstes Jahr noch in der Kategorie der 15./16. Jährigen rudern.
Im Zweier ohne Steuermann gelang Tom und Sebastian kein Rennen nach ihrem Gusto. Vom Start weg kamen sie nicht richtig ins Rennen. Vielleicht war es, dass sie übermotiviert starteten und deshalb den effizienten Rhythmus im Rennen nicht fanden. Bei Streckenhälfte noch am Renngeschehen beteiligt, mussten sie das Rennen auf der zweiten Streckenhälfte ziehen lassen. Für beide eine unbefriedigende Situation nach dem guten Rennen vom Samstag.
Unser Frauendoppelvierer mit Nora Fiechter, Karin Thalmann, Nathalie Zöllig und Sara Hofmann seinerseits startete sehr gut ins Rennen. Die vier Frauen gingen die Konkurrenz offensiv an. Die Schwierigkeit in diesem Feld war ja, dass unsere Mannschaft während der Saison- abgesehen von der Rgm. Stansstad/ Uster - nie gegen die anderen Mannschaften in dieser Besetzung starten konnten. Unsere Damen liessen sich davon aber nicht beeindrucken und lagen bei 1500m auf Medaillenkurs. Unglücklicherweise verfing sich das Ruderblatt einer Ruderin ca. 300m vor dem Ziel im Wasser. Dies führte zu einem Vollstopp des Bootes und unsere Ruderinnen musste die sehr deutlich hinter ihnen liegende Rgm. von Stansstad/ Uster passieren lassen. Somit der unverdiente vierte Rang für unsere Damen, welche ein bis dahin tolles und engagiertes Rennen gerudert sind.
Schweizer Meistertitel für Nora
Vor diesem Hintergrund war es für Nora Fiechter nicht ganz einfach wieder den Fokus für das nur knapp zwei Stunden später stattfindende Rennen im Einer der Damen Elite zu finden. Mit einer kurzen aber guten Vorbereitung fand sie den Einstieg für das bevorstehende Rennen wieder. Mit Pamela Weisshaupt (zweifache Weltmeisterin im Einer der Leichtgewichtsfrauen) hatte sie eine tolle Gegnerin und Nora freute sich auf das Rennen. Mit einem Start - Ziel Sieg erruderte sich Nora souverän die Verteidigung ihres Schweizer Meistertitels vom letzten Jahr und Pam den Charme, dass sie als Zweite lachend gratulieren kann.
SM-Grillieren und Dank
Beim Grillieren am Abend im Club kam das Erlebte von der Saison und vom Rennsonntag dann wieder ins Gespräch. Wie nahe Freud und Frust zusammenliegen können, hat unsere Regattamannschaft an diesem Tag erfahren. Aber es hat sich auch gezeigt, dass wir als Clubmannschaft zusammenstehen.
An dieser Stelle sei unserem Clubwirt Peter und seiner Frau Gisela, den Eltern und Freunden sowie den Ruderen herzlich gedankt, die alle ein herrliches SM-Grill Buffet ermöglicht haben und auch zahlreich an den Rotsee gekommen sind.
/bu
Resultate unter http://www.swissrowing.ch/index.php?q=resultate